Mark Kant


...ist mein Pseudonym, allerdings nicht als Verschleierung, sondern im erweiterten Sinne als Synonym für mein Denken, Fühlen und Handeln gedacht. Den Namen gab mir meine Tochter, was Ausfluss ihrer Wahrnehmung und Interpretation meiner Person in Verbindung mit meiner Begeisterung für Immanuel Kants Philosophie ist, die für den Ausstieg aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit steht.

Was aber sind nun BODYLIGHTPAINTINGS und was hat es damit auf sich?

Bodylightpaintings sind Projektionen (Lichtmalereien) auf den Körper, also keine Composings. Seit 2001 experimentiere ich damit, stellte im Jahre 2004 erste Arbeiten ins Netz und gab ihnen den Namen, der zu diesem Zeitpunkt noch Null Treffer ergab, wie ich auch keine vergleichbaren Arbeiten finden konnte. So gesehen begreife ich mich als Begründer dieser Fototechnik.

Ich bin bekennender Hedonist – allerdings im Sinne Epikurs, der im Gegensatz zum Begründer, Aristippos von Kyrene, Mäßigung als erfolgversprechenderen Weg lehrte. Orgiastisches Luststreben – Ich, Alles, Sofort - führt in eine nicht enden wollende Spirale, in der sich Frust und Ekstase in immer kürzeren Abständen ablösen, aber gewisslich nicht in die angestrebte Ataraxie (Seelenruhe, Gelassenheit). Anders ausgedrückt, immer mehr und besser, schafft mehr inneres Unbehagen und Leere als tatsächliche Seelenruhe. Epikur betonte, wie erwähnt, die maßvolle Lustbefriedigung.

Über die Mäßigung bindet sich auch der zweite Aspekt meiner Absicht an – die Entschleunigung! Natürlich kann der Betrachter grundsätzlich auch meine Arbeiten durchackern, doch wird das eher unbefriedigend sein. Über das Spiel mit dem Licht auf der Haut als Kleid oder Tattoo, ist ähnlich wie bei Dessous nicht alles sofort und platt erkennbar. Zuweilen braucht es mehr Aufmerksamkeit, um überhaupt etwas zu erkennen. Wer sich darauf einlassen kann, wird bemerken, wie spannend und anregend ........! bitte scrollen ! das Entdecken sein kann.

Das Thema der Entschleunigung liegt mir sehr am Herzen, denn ich denke, das ist ein ganz wesentlicher Aspekt, der uns nicht zur Ruhe und somit Besinnung kommen lässt. Wie aber wollen wir etwas zum Besseren wenden, wenn wir nicht zum Denken und Fühlen kommen? Dass der bisherige Weg in die Eskalation führt ist wahrscheinlich den meisten Menschen bewusst, doch scheinen die wenigsten den Mut zu haben, ein paar Gänge hinunter zu schalten – es könnten sie ja dann andere überholen und das mögen insbesondere die deutschen Autofahrer und “Radfahrer“ überhaupt nicht… ;-)

Es ist die Entschleunigung für mich der Schlüssel zu allen übrigen Erkenntnissen - den eigenen Zustand der Pathologie der Normalität (Erich Fromm) oder der Normopathie (Dr. Hans-Joachim Maaz) zu erkennen, anzuerkennen und nach Genesung zu streben, was für mich wirklichem Lernen (ein gegenwärtig destruktives Denken, Fühlen und Handeln zu Gunsten eines biophilen zu verändern) gleich käme.

Es ist denen “Da Oben“ nicht möglich zu tun, was sie tun, wenn wir “Da unten“ nicht mitspielen. Die Waffen der Mehrheit sind Konsumverhalten und Arbeitskraft - eine Achillesferse der wenigen Nutznießer “Da Oben“ ist der Profit!

Nun bin ich nicht so vermessen anzunehmen meine Arbeiten, könnten die Welt/Menschen retten. Es ist ein Angebot ein Gefühl für das “Sich-Zeit-Nehmen“ zu entwickeln, ein erster Schritt in eine veränderte (Selbst)Wahrnehmung.

Somit wünsche ich eine entspannte und anregende Zeit in meiner Galerie

Mark Kant








shootings simply different